

Als Ende 1984 die ersten White Labels durch die Hände deutscher, britischer, amerikanischer und kanadischer DJs gingen, war niemand auf das vorbereitet, was kommen würde. Anfang 1985 kam es dann offiziell auf den Markt und die Szene war nie mehr dieselbe. Das war der Moment, in dem Mike Mareen den Durchbruch schaffte. Ja, er arbeitete schon seit den 70er Jahren mit Chris Evans-Ironside zusammen, aber nichts deutete darauf hin, dass sie gemeinsam etwas so Futuristisches schaffen würden. „Dancing In The Dark” klang, als wäre es durch ein Wurmloch gerutscht: melancholische, hypnotische Vocals, eingehüllt in Vocoder-Nebel, getragen von einem Arrangement, das so messerscharf war, dass es die meisten Veröffentlichungen dieser Zeit prähistorisch erscheinen ließ.
Als Ende ’84 die ersten White Labels durch die Hände deutscher,
britischer, amerikanischer und kanadischer DJs gingen, war niemand auf
das vorbereitet, was kommen sollte. Der offizielle Release folgte Anfang
’85 – und die Szene war danach nicht mehr dieselbe. In diesem Moment
durchbrach Mike Mareen das statische Rauschen. Ja, er arbeitete bereits
seit den 70ern mit Chris Evans-Ironside, doch nichts deutete darauf
hin, dass sie gemeinsam etwas derart Zukunftsweisendes erschaffen
würden. „Dancing In The Dark“ klang, als wäre der Track direkt durch ein
Wurmloch gekommen: melancholische, hypnotische Vocals, eingehüllt in
Vocoder-Nebel, getragen von einem Arrangement, so messerscharf, dass
die meisten Veröffentlichungen jener Zeit dagegen prähistorisch wirkten.
Er brauchte keine Popcharts … er beherrschte die Clubs. Und die Clubs
hörten zu.
London. Berlin. Madrid. Rom. Paris. Lissabon. Amsterdam. Athen. Toronto.
NYC. Tokio. Mexiko-Stadt.
Ein einziger Drop dieser Electro-Bassline – und die DJs waren süchtig.
Das Publikum war süchtig. Der gesamte Underground war süchtig. Schon
bald kapitulierten Europas Radiostationen unter diesem Druck, der Track
überquerte Grenzen auf Mixtapes und wurde hinter dem Eisernen Vorhang
zu einer Kult-Hymne. Er war überall – selbst dort, wo er offiziell gar nicht
erlaubt war.
Vier Jahrzehnte später ist der Zauber ungebrochen. „Dancing In The Dark“
taucht bis heute in Indie-Dance-, Italo-Wave-, House- und Deep-House-
Sets auf. Produzenten re-editieren ihn, als wäre er heiliges Material. Einer
dieser Tracks, die DJs hüten wie einen Schatz – eine zeitlose Waffe und
einer der drei prägendsten Singles von Mareens gesamter Karriere.
Und jetzt, zum 40. Jubiläum des offiziellen Releases, veröffentlichen
Vintage Pleasure Boutique und Night’n Day Records genau die Vinyl, auf
die Sammler und Selector gewartet haben: eine Special-Reissue mit vier
brandneuen Remixen, die das komplette Spektrum heutiger Underground-
Indie-, Disco-, Italo- und House-Energie abdecken.
Tallac – der amerikanische Wahlberliner – taucht tief in die hypnotische
Seele des Originals ein, legt dessen verborgenes Deep-House-DNA frei und
formt einen weiten, emotionalen Roller. Luksek, italienischer Produzent
& DJ, geht roh und dreckig vor: loop-getrieben, gritty, underground und
hypnotisch – ein Edit, das Dancefloors verschlingt. Flemming Dalum,
der dänische Italo-Großmeister, remixt endlich den Track, den er schon
immer bearbeiten wollte – und natürlich ist es pure Fleming’sche
Electro-Italo-Magie. Und der polnische Glanzpunkt: A.P. Mono liefert einen
schimmernden Mix aus Italo Disco, Glitterbox-Groove, Disco-Glamour und
Synthwave-Glow – ohne dabei den Herzschlag von Mareens Original zu
verlieren.
Auf dem Vinyl finden sich außerdem zwei historische Schwergewichte:
der Jens-Lissat-Team-Remix von 1985 sowie Luis Rodriguez’ Original-
Arrangement – essenzielle Cuts im Mareen-Universum.
Diese Veröffentlichung ist keine Nostalgie. Sie ist eine Wiederauferstehung.
Eine Feier. Eine Erinnerung. „Dancing In The Dark“ hat 40 Jahre nicht
zufällig überlebt – sondern weil der Track immer noch Körper bewegt,[info sheet from distr.]