Barker - UTILITY

Barker

UTILITY (CD)

cd D

Ostgut Ton / Ostgut CD 46

Front View : Barker - UTILITY (CD) - Ostgut Ton / Ostgut CD 46
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Solodebütalbum von Barker

“We all dance away our lives to the tune of the sovereign pleasure-pain axis.” – David Pearce, The Hedonistic Imperative

Vergnügungssucht und Schmerzvermeidung als Rave-Metapher – das passt zur Musik von Sam Barker. Der Berghain-Resident und Leisure System-Mitbetreiber hat im Laufe der Jahre das euphorische Potenzial der Veränderung von Variablen in der Dancefloorschablonisierung erkundet.

Das traf besonders auf sein Ostgut Ton-EP-Debüt Debiasing zu, das nur so sprudelte vor unkonventionellen rhythmischen Akkordfolgen, Melodien und Percussion – die Kickdrum aber wegließ. Was auf dem Papier wie eine experimentelle Übung wirkte, war tatsächlich gleichermaßen für den Klub gemacht: Stücke, die auf dem Dancefloor funktionieren, sich dem oft vorgegebenen Kickdrumdiktat und damit einhergehender Genrekategorisierung aber verweigerten. So hat sich Barkers Klang definiert.

Auf seinem Solodebütalbum Utility widmet Barker seine Aufmerksamkeit nun aber der Verschmelzung von Experiment und Dancefloorpragmatismus mit der Psychologie hinter dem musikalischen Entscheidungsfindungsprozess. In seinen eigenen Worten: „Nach Debiasing kam mir in den Sinn, dass meine musikalischen Entscheidungen oft unbeabsichtigt utilitaristisch sind, einem Instinkt folgen, Glück auf die eine oder andere Art zu maximalisieren. Das einzugestehen ist recht unmodisch. Aber durch die Auslassung von Elementen mit starken Genreassoziationen, wurde dies eine recht natürliche Konsequenz.“

Dementsprechend ist Utility eine spielerisch-neckische aber unironische musikalische Betrachtungsweise eines ganzen Spektrums utilitaristisch und transhumanistischer Konzepte: Von Modellen zur Quantifizierung von Wohlergehen und Verläufen von Glückseligkeit („Gradients of Bliss“) zur Abschaffung von Leid für fühlende Wesen (meint: nicht nur den Mensch) über die ethische Nutzung von Drogen und Nanotechnologie. Im Laufe von neun Stücken ebbt und schwillt Barkers Vision durch Wogen zutiefst psychedelischer Musikvignetten; freifließende und futuristische Melodien und Rhythmen als gezielte Hirnstimulation. Der Klang gründet stark auf modularer Synthese, ebenso wie selbstgebaute mechnische Klangerzeuger, Instrumente und Plate Reverbs Atmosphären schaffen, die gleichermaßen fremdartig als auch emotional vertraut wirken, funktional und utopisch.

Utility ist keinesfalls ein Konzeptalbum. Vielmehr ist es eine aufrechte Auseinandersetzung mit Musik als Freudenmaximierung und Bewusstseinserweiterung. [info sheet from distr.]
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VÖ:
06.09.2019

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