SIGNS UNDER TEST (CD)
SIGNS UNDER TEST (CD)

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Artist

John Tejada

Titel

SIGNS UNDER TEST (CD)

Label
Kompakt CD 119

LA-based synth mastermind JOHN TEJADA returns with the new album SIGNS UNDER TEST: comprised of all-new material, this latest effort sees the studio wizard digging deeper into his modules, unearthing particularly dreamy tracks that rank among Johns most accomplished work to date.

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GER

CD
CD/DVD
c4o-v4
-
Techno
-
pos. 109
peak pos. 3
02.02.2015
24.04.2015
-

also available as:
Sales Information:

Nach seinem gefeierten Langspieler „The Predicting Machine“ (KOMPAKT 267 CD 102) und einer Reihe von Pop-geprägten 12“-Singles - „We Can Pretend“ (KOMPAKT 286) und „Somewhere“ (KOMPAKT 264) - kehrt LAs Synth-Mastermind JOHN TEJADA mit dem neuen Album SIGNS UNDER TEST ins Rampenlicht zurück: 11 träumerische Tracks enthüllen die Ergebnisse der neuesten Tiefensoundbohrungen des Studiomagiers - Material, welches ohne weiteres zum Besten gezählt werden kann, was der Mann bisher veröffentlicht hat.

Bereits zum Startschuss präsentiert sich SIGNS UNDER TEST als völlig neues Programm, noch tiefer in JOHN TEJADAs kurzgeschlossene Synthie-Maschinerie hinabsteigend und das ohnehin bereits beeindruckende Ausmaß seiner Musikalität einmal mehr zum Bersten bringend. Opener TWO 0 ONE kann hier als ideales Beispiel für das vorhandene musikalische Selbstbewusstsein ins Feld geführt werden, dank seiner wunderschön eingespielten Melodien und der fein abgestimmten Texturen - ein perfekter Sturm aus gemütlicher Melancholie und himmlischer Wonne. Dieses von Expertenhand gefertigte Stück ist ein besonders starker Einstiegspunkt für das Album und eine verdammt hohe Messlatte für das, was folgt.

Ein unverschämt brilliantes Hörerlebnis, setzt das Album mit dem existentialistischen Bleep-Fest Y 0 WHY und dem bassigen BEACHT seinen spannenden Weg fort, gefolgt vom feinsinnigen Arpeggio-Schaustück R.U.R. und der brodelnd-grüblerischen Electronica-Vignette VAALBARA. Der zweite Teil wird eingeläutet von dem wogenden CRYPTOCHROME - ein weiterer Beweis für JOHN TEJADAs nahezu unheimliche Fähigkeit Tracks zu erschaffen, die zu gleichen Teilen als distinguierte Bouncer und introspektive Meditationen operieren. Die vorsätzliche Lebhaftigkeit der anschließenden Nummern RUBRIC und PENUMBRA bestätigt nur den wachsenden Verdacht, es hier mit einem zeitlosen Meisterwerk zu tun zu haben.

So hinreißend sie auch klingt, Textur ist nicht der einzige Star auf der Bühne: ein überraschend vielseitiges Netz an Rhythmusmustern bedeckt die prachtvollen Synthie-Riffs - man denke nur an die mühelosen Wechsel zwischen geradlinigem Techno und erlesenen Breakbeat-Ornamenten im äußerst vielschichtigen ENDORPHINS. Derweil schnurrt das elektronische Landschaftsporträt MEADOW der Erlösung entgegen und bereitet den Hörer auf den finalen Akt HEAVE IN SIGHT vor, einer atmosphärisch ungemein reichen Komposition, die abstrakte Erzählkunst mit dem Gestöber von rückwärts laufenden Synthesizer-Sounds vereint.

„Da gibt es insgesamt mehr verträumtes Tape-Wackeln“, sagt der Produzent über sein neuestes Werk, „weil ich mit meinen Delays und Patches voll auf analoges Tape gegangen bin - bis an die Grenze zum tatsächlichen Kaputtsein, was dem Ganzen einen schönen Charakter gibt.“ Das könnte auch die Aura von Intimität erklären, welche das Album umgibt - eine recht persönliche Hörerfahrung, die den Hörer auf Tuchfühlung mit den Details und Idiosynkrasien gehen lässt, „vielleicht sogar mehr als zuvor, da ich versucht habe Ablenkungen auszublenden und mich völlig auf die Produktion zu konzentrieren.“

Das Ergebnis ist eine Platte, die nicht unbedingt trendy gemeint ist, obwohl sie anstandslos als Produkt analoger Hardware-Kennerschaft durchgehen könnte: „Alles ist hier von Grund auf mit Hardware-Synthesizern aufgebaut - zumeist analog, doch heutzutage ist es ein wenig nervig, das noch hinzuzufügen. Das ist keine Platte die zu aktuellem Kram passt, sondern etwas, das hoffentlich mit dem Alter reift. Etwas, das hoffentlich bei wiederholtem Hören mehr und mehr offenbart.“

Unserer bescheidenen Meinung nach wurde diese Mission mit SIGNS UNDER TEST mehr als erfüllt.
(added: 2015-01-28 12:37:08 )
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