JAZZ IN CAMERA (LP)
JAZZ IN CAMERA (LP)

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Artist

Donald Byrd & Barney Wilen

Titel

JAZZ IN CAMERA (LP)

Label

Sonorama / SONOL65



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1. jazz in camera - bande i
2. jazz in camera - bande ii
3. jazz in camera - bande iii
4. jazz in camera - bande iv
5. jazz in camera - bande v
6. jazz in camera - bande vi

Unveröffentlichtes Soundtrack-Album eines abgebrochenen Filmprojektes, produziert 1958 in Paris von Sandro Bocola und Dennis Bailey. Exzellente Hard Bop und Modern Jazz Session mit Donald Byrd (Trompete), Barney Wilen (Tenorsaxophon), Jimmy Gourley (Gitarre), Walter Davis (Piano), Doug Watkins (Bass) und Al Levitt (Schlagzeug).

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GER

12 Inch
Vinyl
bzc-ji
Black
Jazz
-
-
07.12.2012
-
14.04.2012
26.03.2013 backordered

Sales Information:

"Jazz in Camera - Bande 1-6", überspielt und gemastert von einzigartigen "Transcription Discs" (Acetaten) als letzter verbleibender Quelle, kürzlich entdeckt im Nachlass von Barney Wilen. Verlorener "Nouvelle Vague"-Soundtrack mit einer Kombination aus echten Jazz-Legenden, erstmals veröffentlicht nach über 50 Jahren , mit Original-Session Fotos der Produzenten.

Sandro Bocola: zum Soundtrack von Jazz in Camera

Das Paris der späten fünfziger Jahre war zum Mecca des modernen Jazz geworden. In Jazzclubs wie dem Chat qui pèche, dem Club Saint Germain und dem Blue Note spielten unter anderen internationale Stars wie Lester Young, Bud Powell, Kenny Clarke, Zoot Sims, Stan Getz, Chet Baker, Oscar Pettiford, Art Blakey and the Jazz Messengers, Miles Davis nahm mit Pariser Musikern wie Barney Wilen die Soundtracks für mehrere Spielfilme auf und Duke Ellington trat mit seinem "Famous Orchestra" in der Stadt auf.

Kurz nach dem Beginn eines mehrjährigen Aufenthaltes in Paris entwarf ich 1958, zusammen mit meinem Freund Dennis Bailey, das Projekt eines avantgardistischen Jazzfilms, der als eine moderne Fassung des legendären Kurzfilms Jamming the Blues mit Lester Young, eine Gruppe von Musikern in einem Tonstudio beim Aufnehmen einer Schallplatte zeigen sollte.
Wir hatten vor, zuerst den Soundtrack aufzunehmen. Anschliessend sollten die Musiker in einem Filmstudio mit mehreren Kameras dabei aufgenommen werden, wie sie ihre ursprüngliche Tonaufnahme in einer Art Playback wiederholten. Das so gewonnene Filmmaterial sollte dann, farbig verfremdet, als rhythmische Montage zum originalen Soundtrack geschnitten werden.

Nachdem ich in einem meiner Kunden einen Geldgeber gefunden hatte, der das Projekt finanzieren würde, stellte ich mit Hilfe meines Freundes Barney Wilen eine kleine Band zusammen, die schliesslich die Musiker Donald Byrd (tp), Walter Davis (p), Jimmy Gourley (g), Al Levitt (dr), Doug Watkins (b) und Barney Wilen (ts) umfasste. Boris Vian, der bei der Plattenfirma Phillips eine leitende Stellung innehatte, stellte uns das Aufnahmestudio zur Verfügung, in dem wir uns im Juli 1958 mit den Musikern zur Aufnahme des Soundtracks einfanden. Dieser sollte mit einem schnellen Stück beginnen, dem ein langsamer Blues und schliesslich wieder ein schnelles Stück, Night in Tunisia, folgen sollten.

Nach verschiedenen Probeläufen, während derer wir eine Reihe vorbereitender Fotos machten, wurde der Soundtrack des geplanten Filmes aufgenommen. Nun konnten wir mit den ersten Dreharbeiten beginnen, für die wir den bekannten Kameramann Raoul Coutard gewonnen hatten. Leider setzte der unerwartete Bankrott des Geldgebers François Peyron unserem Projekt ein Ende. Das Labor, dessen Rechnungen wir nicht mehr bezahlen konnten, weigerte sich, uns das bisher entwickelte Filmmaterial auszuliefern, die Musiker wandten sich wieder ihren eigenen Angelegenheiten zu. Das einzige, was uns blieb, waren die Schellack-Platten des Soundtracks, von denen Dennis und ich je eine Kopie bewahrten, um sie von Zeit zu Zeit zu unserem Vergnügen abzuhören.

Als es Patrick Wilen dieses Jahr unternahm, das musikalische Erbe seines verstorbenen Vaters aufzuarbeiten, stiess er bei mir unter anderem auf den Soundtrack des abgebrochenen Projekts Jazz in Camera, das er nun, in Zusammenarbeit mit dem Berliner Label Sonorama Records, mit dieser CD und LP nach über fünfzig Jahren erstmals der Öffentlichkeit zugänglich macht.

Sandro Bocola
Zürich, Oktober 2011
(added: 2012-12-07 22:43:15 )
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